Praxis für Psychotherapie - Katja Tulodziecki

Angebote für Paare 

1. Paartherapie/ -beratung

2. Trennungsberatung

3. Ehevorbereitung/ Beziehungscoaching

4. Erziehungsberatung          

Die Angebote werden auf dieser Seite weiter unten genauer beschrieben.

Alle Angebote sind auch in englischer Sprache möglich. (It is possible to hold psychotherapy, couples therapy and counseling in english). 

 

1. Paartherapie/ Paarberatung

Die Paartherapie/ Paarberatung bietet einen sinnvollen Rahmen um Beziehungsprobleme gemeinsam anzugehen. Ziel ist es, sich selbst, den anderen und die Beziehung unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten und für schwierige Bereiche neue Lösungswege zu finden. Jeder Mensch und jedes Paar hat unterschiedliche "Aufgaben" zu bewältigen. Deshalb möchte ich heterosexuelle, homosexuelle und binationale Paare gleichermaßen dazu ermutigen, eine Paarberatung oder -therapie in Anspruch zu nehmen (vgl. Erstgespräch/Chancen). 

Unterschiede zwischen Paarberatung und Paartherapie: Die Übergänge zwischen einer Beratung und einer Therapie sind fließend. Eine Paarberatung ist tendentiell kürzer (1-5 Sitzungen), eine Paartherapie eher längerfristig (5-15 Sitzungen).

In einer Paarberatung werden zu einem meist eingegrenzten Problembereich Lösungsansätze erarbeitet. Als Paar wünschen Sie eine zusätzliche (professionelle) Perspektive zu einem Ihrem Konfliktthema. Sobald das Problem definiert werden kann, bekommen Sie konkrete Anregungen, die Sie zuhause, bzw. außerhalb der Beratung umsetzen können. 

In der Paartherapie hingegen können sowohl einzelne, als auch grundlegende Schwierigkeiten in der Paarbeziehung bearbeitet werden. Als Paar haben Sie ein Interesse daran, ein tieferes Verständnis für Ihre Problematik zu entwickeln und aus diesem Verständnis heraus gemeinsam Lösungswege zu suchen. Gewöhnlich ist es dazu notwendig, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um die Entstehung der Problematik neu einordnen zu können. Der Fokus kann ebenso auf den persönlichen, teils schwer zu vereinbarenden Wünschen für die Zukunft liegen. 

Da die Übergänge zwischen einer Beratung und einer Therapie eben nicht klar zu ziehen sind, besteht die Möglichkeit die Arbeitsweise und den Schwerpunkt während einer Paarberatung oder einer Paartherapie neu zu definieren. 

Trennungsambivalenz: Mit Trennungsambivalenz ist eine Situation gemeint, in der einer der Partner oder beide Partner unsicher sind, ob sie die Beziehung fortführen wollen. Viele beschäftigen sich lange Zeit mit der Frage, finden aber keine klare Antwort für sich. Dann ist es das Ziel der Beratung, die Entscheidungsfindung zu erleichtern. Dazu wird der aktuelle Stand der Beziehung unter verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt. Wenn beide Partner den Wunsch haben, der Beziehung eine Chance zu geben, dann werden Kommunikations- und Konfliktlöseübungen eingesetzt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben Verbesserungen zu erarbeiten. Häufig werden Zukunftsbilder (Zukunft getrennt und Zukunft gemeinsam) entwickelt, so dass die Vorstellungen und Wünsche beider Partner deutlich werden können.

 

2. Trennungsberatung

Die Trennungsberatung stellt eine Unterform der Paarberatung/ Paartherapie dar. Wenn eine/r der Partner oder beide Partner entschlossen sind, die Beziehung zu beenden, stehen gewöhnlich eine Vielzahl von Verletzungen und Enttäuschungen im Raum. Gleichzeitig sind meist viele organisatorische Entscheidungen zu treffen. Wenn der Trennungswunsch bei einem der Partner größer ist oder die Entscheidung einseitig getroffen wurde, kommt neben der Verletzung oft noch ein Nicht-Verstehen und Nicht-Begreifen-Können (wie konnte das nur passieren?) hinzu, so dass das allgemeine Vertrauen in Beziehungen zusätzlich erschüttert ist. Schweigen, Anschuldigungen oder ein Vermeiden von Kontakt verunmöglichen ein Gespräch.

Eine Trennungsberatung bietet aufgrund des strukturierten Rahmens folgende Möglichkeiten:

- wieder in Kontakt und ins Gespräch zu kommen 
- den Trennungsprozess bewusster und fairer zu gestalten
- potenzielle weitere Verletzungen zu minimieren
- die quälenden Gedanken, darüber, was „schief gelaufen ist“, „was ich falsch gemacht habe“ und „was der andere falsch gemacht hat“ in konstruktive Fragen umzuwandeln und dann schrittweise loslassen zu können
- das eigenen Wissen darüber, wie Beziehungen "funktionieren", zu erweitern und
in der Zukunft allgemeine und persönliche "Beziehungsfallen" frühzeitiger zu erkennen
- offener, kompetenter und selbstbewusster für eine neue Partnerschaft zu werden

Die drei zuerst genannten Punkte spielen in den meisten Trennungsberatungen eine wichtige Rolle. Die vier zuletzt aufgeführten Punkte beinhalten die Erforschung der Gründe, warum die Beziehung zuende ist. Dieser Prozeß ist psychisch sehr anstrengend; er setzt ein wirkliches Interesse am eigenen Erleben und Verhalten und an der Perspektive des Beziehungspartners vorraus, sowie den Willen Selbst- und Fremdvorwürfe gering zu halten. Wenn das einigermaßen gelingt (selbstverständlich haben dabei auch Gefühle wie Wut, Enttäuschung oder Traurigkeit ihren Platz), bietet sie die Chance, eine Trennung bewusst für die persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. 

Eine Beratung bei Trennungsambivalenz würde man zur Paartherapie/ -beratung rechnen, da es noch nicht entschieden ist, ob es zu einer Trennung kommt.

 

 

3. Beziehungscoaching/ Ehevorbereitung

Beziehungscoaching richtet sich ebenso wie die Ehevorbereitung an Paare, die relativ am Anfang ihrer Beziehung stehen und ein Interesse daran haben, sich frühzeitig auf mögliche Schwierigkeiten einzustellen. Dies ist insofern sinnvoll, als dass dies die Chancen für eine konstruktive Bewältigung potentieller Probleme erhöht. 

Ehevorbereitung: Das Wort Ehevorbereitung klingt für viele Menschen altmodisch und wurde und wird vor allem in kirchlichen Kreisen angewendet. Gewöhnlich bieten Pfarrer und Seelsorger die Ehevorbereitung unter Einbeziehung des Glaubens zur Vorbereitung auf eine kirchliche Trauung an. Aufgrund meines psychologisch-therapeutischen Arbeitshintergrundes liegt mein Schwerpunkt bei der Ehevorbereitung auf den zwischenmenschlichen Themen (Erkennen individueller Bedürfnisse, Kommunikation, Konflikttraining). Als anerkannte Prepare/Enrich Beraterin kann ich Sie unterstützen, mögliche schwierige Themen der Partnerschaft früh zu erkennen und einen konstruktiven Umgang mit diesen zu ermöglichen, siehe auch Prepare/ Enrich (unten auf der Seite Erstgespräch/Verlauf).

Beziehungscoaching: Der Begriff Beziehungscoaching wird unterschiedlich verwendet. In Abgrenzung zur Paarberatung und zur Paartherapie benutze ich ihn für Paare, bei denen (noch?) keine größeren Spannungen aufgetreten sind. Beziehungscoaching verstehe ich als Präventivmaßnahme, in der sich das Paar Kompetenzen aneignen (bzw. bewußt werden kann), die es für das Gelingen einer glücklichen Beziehung beitragen. Mein Schwerpunkt liegt analog der Ehevorbereitung auf den zwischenmenschlichen Themen (Erkennen individueller Bedürfnisse, Kommunikation, Konflikttraining). Als anerkannte Prepare/Enrich Beraterin kann ich Sie unterstützen, mögliche schwierige Themen der Partnerschaft früh zu erkennen und einen konstruktiven Umgang mit diesen zu ermöglichen, siehe auch Prepare/Enrich (unten auf der Seite Erstgespräch/Verlauf)

 

4. Erziehungsberatung

Sowohl als Alleinerziehende, als auch als Paar besteht in der Erziehung von Kindern permanent die Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie es regelmäßig als kraftkostende Herausforderung erleben, Erziehungsmassnahmen festzulegen und umzusetzen, kann ich Sie in einer Erziehungsberatung unterstützen, mehr Sicherheit in ihren Handlungen zu erlangen. Ziel der Beratung ist es, Vorgehensweisen zu entwickeln, die einerseits Ihrer persönlichen Familiensituation (z.B. starke berufliche Einbindung, getrennte Elternteile, alleinerziehend, binationale Elternschaft, neue Partnerschaften, u.a.), anderseits allgemein anerkannten Erziehungsregeln gerecht werden.

Allgemeine Erziehungsregeln: Mit allgemeinen Erziehungsregeln sind hier z.B. gemeint: Kindern eine verläßliche Struktur vermitteln, Lob und konstruktive Kritik vor Strafe, Respekt und Einfühlung für die individuelle Innenwelt und Interessen des Kindes, Förderung von Selbstständigkeit des Kindes, offene Kommunikation zwischen Eltern und Kind.

Individuelle Erziehungsstile: Die Suche nach individuellen Vorgehensweisen ist unter anderem schon deshalb notwendig, als dass die klassische Rollenverteilung für die meisten Paare/Eltern nicht mehr stimmig ist, und häufig beide Elternteile aktiv an der Erziehung beteiligt sind. Neben organisatorischen Fragen treffen meist teils doch sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, "was für das Kind gut ist", aufeinander. Diese sind gewöhnlich sowohl beeinflusst von persönlichen Wertvorstellungen wie auch von eigenen Erlebnissen aus der Kindheit ("ich mußte immer..., deshalb soll mein Kind..."). Allgemeine Erziehungsregeln können somit nur eine Leitlinie darstellen, deren Umsetzung wird zu einer individuellen Entscheidung. Je nachdem, wie stark die Vorstellungen der Eltern variieren, kann die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Maßnahme zu großen Spannungen in der Beziehung führen. In der Beratung ist für die verschiedenen Problemfelder abzuklären, ob unterschiedliche Erziehungsstile für das Kind/ die Kinder nebeneinander bestehen können und sogar eine Bereicherung darstellen, oder ob sie für das Kind eine Überforderung darstellen und die Erarbeitung gemeinsamer Handlungsleitlinien notwendig wird. Bei der Erarbeitung gemeinsamer Handlungsleitlinien werden persönliche Möglichkeiten und Grenzen ("das schaffe ich nicht, an dieser Stelle konsequent zu sein") nicht als Störfaktor betrachtet, sondern als reale Gegebenheit, die besonderen Respekt verdient. Denn erst die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und die Akzeptanz eigener Grenzen ermöglicht es, Vorwürfe aufzugeben und neue realistiche Lösungswege zu suchen. 

 

 

Dipl.-Psych. Katja Tulodziecki, Praxis für Psychotherapie
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